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Der Wochenmarkt in Volksdorf gehört neben dem Isemarkt in Eppendorf zu den größten Wochenmärkten in Hamburg. Über 120 Einzelhändler bieten hier, zusammen mit ihren rund 400 Mitarbeitern, 2 Mal in der Woche, am Mittwoch und am Sonnabend von 8 bis 13 Uhr, verschiedenste Waren an. Und die präsentierte Warenpalette ist wirklich erstaunlich umfangreich. Angefangen mit Fisch, Fleisch und Geflügel, über Obst und Gemüse jeder Art, Backwaren, ausländische Spezialitäten, eingelegte Gurken und auch Honig vom Imker, bis hin zu Kurzwaren und Bekleidung. Und natürlich auch Schnittblumen, Gartenstauden und mehr...

markt-01markt-03Auch zwei Imbissstände und ein Café laden „zur kleinen Pause zwischendurch ein. Zwei ausgebildete Sanitäter mit einer Notfallausrüstung, zu der auch eine Sauerstoffversorgung gehört, sind für den „Fall eines Falles" vor Ort. Und für die Kinder besteht sonnabends von 10 bis 13 Uhr „gleich nebenan" beim Walddörfer Sportverein (Halenreie 32, Saal 2) die Möglichkeit sich auszutoben.

Dieses reichhaltige Angebot stößt bei sehr vielen Volksdorfern, aber auch weit über Volksdorf hinaus, auf reges Interesse. Schätzungen zufolge kommen allein sonnabends regelmäßig weit über 10.000 Kunden auf den Marktplatz direkt neben dem U-Bahnhof Volksdorf.

Der Volksdorfer Wochenmarkt zählt nicht nur zu den größten (die Fläche ist größer als ein Fußballfeld) und beliebtesten Märkten in Hamburg, er hat auch eine lange Geschichte.

markt-02Schon 1949 gab es den ersten Markt in Volksdorf, genauer: am 2. April 1949. Damals sollen etwa 15 Händler ihre Stände auf dem Bahnhofsvorplatz aufgebaut haben, dort wo heute die Taxen stehen. Nach und nach kamen mehr Marktbeschicker dazu. Die ersten drei Jahre verblieb der Markt auf dem Bahnhofsvorplatz, dann stand ein Umzug auf die andere Seite des Bahndamms an. Ab 1952 wurden die Marktstände auf dem heutigen Marktplatz aufgebaut. Dort stand bis 1965 auch noch der alte Lokschuppen der Kleinbahn, in dem auch viele Anbieter ihren Stammplatz hatten – überwiegend die Obst- und Gemüsehändler. Allerdings sahen die Stände noch lange nicht so professionell aus wie heute. Da reichten auch einfache Holzplatten auf Böcken um die Waren zu präsentieren, auf Strom und Heizung konnte, bzw. musste man verzichten.

Kurz vor dem 50-jährigen Jubiläum im Jahre 1999 schlossen sich die Volksdorfer Markthändler im ersten Halbjahr des Jahres 1998 zur „Interessengemeinschaft Volksdorfer Wochenmarkt e.V." zusammen. Ziel der Aktion war es zu erreichen, dass alle „an einem Strang ziehen", was die Werbung und besondere Aktionen betrifft, aber auch zum Beispiel zur besseren Vertretung ihrer Interessen gegenüber der Politik (zum Beispiel bezüglich des Erhalts des P+R-Platzes am Bahnhof). Ein weiterer Grund für die Gründung des Vereins war die anstehende 50-Jahr-Feier, die dann am 5. Juni stattfand. Die Marktzeit, die üblicherweise um 13 Uhr endet, wurde an diesem Tag bis 16 Uhr verlängert. Auf dem Teil des Marktplatzes, auf dem üblicherweise die Lkws der Händler stehen, wurden ein Festzelt und eine Bühne aufgebaut. Auch für die Kinder wurde gesorgt. Für sie gab es „Kinder-Aktions-Spiele" unter fachkundiger Aufsicht. Allerdings stand das Fest unter keinem guten Stern. Wie berichtet wird, war der Jubiläumssonnabend der einzige Regentag im Juni 1999. Dennoch soll die Stimmung super gewesen sein, was sicherlich auch den 4 Musikgruppen („Jugend-Saxophon-Orchester", „Jugend-Blasorchester Duvenstedt", „Kirsten Blötz New Orleans Jazzband" und „Elvis MacPherson Band") zu verdanken ist. Mit dabei war auch eine Bauchtanz- und eine Rock'n'Roll-Gruppe vom Walddörfer Sportverein. Selbst die damalige Ortsamtsleiterin Angelika Sterra war auf die Bühne gekommen, um die Glückwünsche des Bezirks zu übermitteln.

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Zwei Versammlungen der Vereinsmitglieder und ein „Betriebsausflug" pro Jahr sorgten dafür, dass sich die über 120 Händler näher kennen lernten, was dem damaligen Vereinsvorstand sehr am Herzen lag.

Auch diese Aktionen führten sicherlich mit dazu, dass die Fachhändler teilweise schon in der dritten Generation auf dem Volksdorfer Wochenmarkt stehen. Auch bei den Kunden ist oft die dritte Generation immer wieder gern auf „unserem schönen Wochenmarkt" am Mittwoch und am Sonnabend.

markt-04Zwei Mal im Jahr allerdings bauen die Händler ihre Marktstände im Ortskern von Volksdorf auf. Einmal im Frühling und einmal im Herbst, wenn der Jahrmarkt auf dem Marktplatz stattfindet. Dann gibt es Im Alten Dorfe und der Claus-Ferck-Straße, aber auch in der Weißen Rose, eine ganz besondere Atmosphäre. Dann bestimmen die bunten Schirme und Markisen das Bild und die vielen Tausend Marktbesucher können „ihren Stammhändler" mitten im Dorf besuchen – vorausgesetzt, sie haben zuvor einen der dann wirklich raren Parkplätze ergattern können, was ja auch sonst am Sonnabendvormittag im Dorf schon nicht ganz einfach ist. Allerdings kennen die meisten das Problem und kommen gleich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Einkaufen.

Das Kommen lohnt auf jeden Fall, sei es zum „normalen" Wochenmarkt auf dem Marktplatz oder zum Markt im Zentrum, denn wo hätte man hier draußen, rund um unser schönes Volksdorf, sonst schon die Möglichkeit bei über 120 Fachgeschäften unter freiem Himmel einzukaufen und dabei noch viele Bekannte zum kurzen Klön zu treffen.

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