1504 Hajaj IsmaelsOrangen

Claire Hajaj, Ismaels Orangen,
Blanvalet Verlag, 19,99 €,
ISBN: 978-3-7645-0516-5. 

Das Bild eines Orangenbaumes – das Sinnbild erblühenden Lebens und der Hoffnung ziert das Cover des wunderbaren Romans von Claire Hajaj. Sie ist als Kind zweier Kulturen aufgewachsen mit jüdischer Mutter und palästinensischem Vater und lernte sehr früh kennen, was es mit dem Nahost-Konflikt auf sich hat, warum die Heimat so vieler Menschen bis heute verloren gegangen ist und die Sehnsucht nach Frieden einem Traum gleicht. In ihrem Vorwort zu ihrem ersten Roman schreibt Hajaj: „…an der Kluft zwischen Arabern und Israelis ringen die meisten noch, aus Zorn oder Rache. Für sie und für jeden Leser dieses Buches hege ich denselben Wunsch, den eine der Figuren äußert: „Ich bete darum, dass du auf deiner Reise genauso glücklich wirst wie ich auf meiner.“

Die Figuren ihres Romans haben mich mitgenommen auf eine globale Reise durch verschiedene Länder, Kulturen und Wertvorstellungen. Es geht dabei nicht nur um das Thema Israel, sondern vielmehr um die Traditionen und Machtstrukturen der vermischten Völker, Nationen und Religionsgemeinschaften, was den Roman so besonders macht. Die Handlung setzt ein im Mai 1948 als der Staat Israel gerade gegründet wird und der Junge Salim Al-Ismaeli mit seiner Familie ihre geliebte Orangenfarm in Jaffa verlassen müssen, weil die israelische Miliz anrückt und die arabischen Bewohner der Stadt Hals über Kopf fliehen müssen. Damit verlieren sie ihr Land, ihr Haus und die Möglichkeit der Armut zu entrinnen. Salim erhält jedoch die Möglichkeit in London zu studieren. Dort lernt er die jüdische Literaturstudentin Judith kennen. Sie verlieben sich und beide beschließen gegen den Widerstand ihrer Familien ihr Glück zu wagen und alte Vorurteile und Schmach hinter sich lassen. Sie heiraten und bekommen zwei Kinder, doch durch den täglichen Kampf gegen neue Vorurteile, in der Erziehung der Kinder, bei der Karriereplanung, durch das ruhelose Umherziehen von einem Ort zum nächsten, reißen die Wunden der Diskriminierung wieder auf. Alte Verletzungen aus Jugendtagen werden wieder spürbar und Salims andauernde Wut auf die Besetzer seines Heimatlandes, zerstört (beinahe) das Liebste und Kostbarste, was er je besessen hat.

Dieser Buchtipp stammt von
Janina Thiel, Buchhandlung Ida v. Behr, Im Alten Dorfe 31, 22359 Volksdorf
Tel.: 040 / 603 12 86, Fax: 040 / 603 83 43, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, buecher-behr.com

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